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Das Museum
zwischen Wissenschaft und Dienstweg

Ein ganz normaler Tag in irgendeinem Museum: wohlgeordnete Ausstellungsräume mit heiterer Atmosphäre, ansprechend präsentierte Exponate von internationalem Rang, eine hübsche Museumsführerin und freundliches Aufsichtspersonal. Nur wenige ahnen, dass es strategische Überlegungen, diplomatisches Geschick und ein immenses Fachwissen erfordert, auch nur einen Tag im Museum zu bestehen. Denn hinter der roten Absperrkordel verbirgt sich ein Labyrinth der Eitelkeiten, ein nahezu undurchschaubares System persönlicher Abhängigkeiten, Kompetenzgerangel und unverhohlenes Machtkalkül. Ob Wissenschaftler, Restaurator, Museumspädagoge oder Direktor, jeder wird direkt oder indirekt in dieses Labyrinth zwischen Wissenschaft und Dienstweg hineingezogen...

Ein archäologisches Quiz für Jung und Alt
von Benjamin J. Wehry

Ziel des Spiels ist es, einen Gang durch das Museum und seine Instanzen zu bestehen. Es gilt, wissenschaftliche Anfragen und Aufgaben kompetent zu erledigen, Rang- und Hackordnungen einzuhalten oder zu umgehen und sich trotz allem nicht die Laune verderben zu lassen. Glücklicher Sieger ist derjenige, der Hierarchiedenken und Ressentiments überwindet und fundiertes Fachwissen nutzt, um das Museum möglichst schnell wieder verlassen zu können.

Spielregeln:

Ablauf
Jeder Spieler wählt eine Spielfigur. Der Museumsrundgang beginnt in der Eingangshalle. Der jüngste Spieler beginnt mit dem Würfeln und rückt gemäß der gewürfelten Augenzahl auf den Bodenplatten des Museumsrundganges, den Rauten des Teppichs auf dem Dienstweg und auf den Feldern durch die Büros im Uhrzeigersinn vorwärts.

Exponate
Gelangt ein Spieler beim Rundgang im Ausstellungssaal direkt zu einer Vitrine mit einem Exponat, muss er dazu eine Frage beantworten oder eine Aufgabe erfüllen. Die erste der beiden Fragen ist leichter und allgemeiner, für die zweite Frage ist schon gewisses Fachwissen vonnöten. Wird die Frage nach Meinung des Spielergremiums richtig beantwortet, darf der Spieler zwei Felder vorrücken. Beantwortet er sie falsch, geht er ein Feld zurück.

Die Rote Kordel
Die Rote Kordel trennt den öffentlichen Ausstellungssaal von den Korridoren der Macht. Bevor ein Spieler sie betreten darf, muss er in jedem Fall und unabhängig von der gewürfelten Augenzahl auf dem Feld mit der Roten Kordel stehen bleiben. Er sollte die Zeit nutzen, um sich mental auf das nun folgende Labyrinth der Eitelkeiten vorzubereiten.

Dienstweg
Jeder einzelne der neun Buchstaben des Dienstweges ist gespickt mit langwierigen Verzögerungen, fragwürdigen Aufträgen und immer wieder Umwegen. Dienstanweisungen ist sofort Folge zu leisten, die Konsequenzen werden in der nächsten Runde ausgebadet - wie im Leben.

Büros
Wer bis zu den Mitarbeitern des Museums vorgedrungen ist, ist ihrer Willfährigkeit ausgeliefert. Einzige Fluchtmöglichkeit ist die Cafeteria, aber nur solange keine Eins oder Sechs gewürfelt wird. Wohl dem, der sich wieder auf der anderen Seite der Roten Kordel im Ausstellungssaal befindet.

Alle Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten und sind so oder so ähnlich tatsächlich in einem Museum geschehen!

Du folgst dem Wegweiser und betrittst den ersten Teil des Ausstellungssaales. Nun gibt es kein Zurück mehr. Würfle und folge den Augen! Auf dem vorgegebenen Rundgang erreichst du alle Exponate des Museums.

Fußspur
Eine 3,6 Mio. Jahre alte Fußspur dreier Australopithecinen wurde in Laetoli in Tansania freigelegt. Größere und kleinere Fußabdrücke liegen nebeneinander, eine dritte Spur ganz kleiner Füße tapst genau in die Abdrücke der großen Füße. Deutlich sind die nach vorn gestreckten Zehen und die Fußwölbung zu erkennen.
Fragen:
1. Worauf haben die Archäologen bei der Freilegung achten müssen?
2. Welche evolutionsbiologischen Aussagen können aufgrund dieser Fußspuren getroffen werden?

Faustkeil
Der Faustkeil ist ein allseitig bearbeitetes Multifunktionswerkzeug des Alt- und Mittelpaläolithikums, das auf der Grundlage einer ausgeklügelten Gestaltungsidee geschaffen wurde.
Fragen:
1. Zeige deinen Mitarbeitern, wie man nach der Formengebung zu urteilen den Faustkeil in die Hand nahm!
2. Was ist ein Artefakt?

Harpune
Harpunen, große Angelhaken, runde Netzschwimmer und sogar Reste von Bastnetzen aus dem Mesolithikum wurden vor allem im Feuchtbodenmillieu von so genannten Uferrandsiedlungen gefunden. Dem Fundspektrum nach waren die Bewohner auf alle Arten des Fischfangs spezialisiert.
Fragen:
1. Aus welchem Material wurden Harpunen in der mittleren Steinzeit hergestellt und wie wurden sie eingesetzt?
2. In welcher Weise änderten sich die Lebensumstände im Mesolithikum und welche Umweltbedingungen können dafür angeführt werden?

Spitzbodengefäß
Spitzbodengefäße sind die ersten gefäßkeramischen Artefakte in Nordeuropa. Sie gehören zum Fundspektrum der mesolithischen Ertebøllekultur, die an der Nordsee und insbesondere an den Ostseeküsten Dänemarks verbreitet war. In Deutschland wird sie nach dem eponymen Fundort bei Kiel als Ellerbekkultur bezeichnet.
Fragen:
1. Versuche dreimal schnell hintereinander das Wort Køkkenmøddinger auszusprechen! Es bedeutet einfach Küchenabfall und bezeichnet die riesigen Muschelschalenhaufen der Ertebøllekultur.
2. Was ist der erste Kunststoff der Menschheit und wie wurde er erzeugt?

Flachbeil, Axt und Keule
Das geschliffene Flachbeil diente vor allem der Holzbearbeitung. Die Keule mit einem abgerundeten Nacken und einem Absatz wurde aus dem Flachbeil entwickelt, jedoch anders geschäftet und eingesetzt. Aus der Form der Keule entstand wiederum, mit einem Schaftloch versehen, die Axt.
Fragen:
1. Wie lange hat die Herstellung eines einfachen Flachbeils in der Steinschlifftechnik gedauert?
2. Was erzählt ein Flachbeil oder eine Streitaxt über das kulturelle Umfeld ihrer Besitzer?

Großsteingrab
Großsteingräber gehören zur großräumigen Erscheinung der Megalithkultur, die sich von Südwesteuropa bis nach Nordeuropa erstreckt. Beifunde sind Reste menschlicher Bestattungen sowie, insbesondere in Norddeutschland und Dänemark, ein Gefäßensemble aus Amphora, Kragenflasche und Trichterbecher, das zum Mischen und Trinken alkoholischer Getränke Verwendung fand.
Fragen:
1. Wer schlief in solchen Hünenbetten?
2. Was sagt die Errichtung von Megalithbauten über die Gesellschaft des Spätneolithikums aus?

Fischschwanzdolch
Sorgfältig behauene Fischschwanzdolche aus Feuerstein oder Flint waren wahrscheinlich weder Werkzeug noch Waffe. Als Grabbeigaben sollten sie den sozialen Status des Bestatteten dokumentieren.
Fragen:
1. Wie kommen solche Dolche zu ihrem Namen?
2. In welche Zeit und zu welcher Kultur gehören Flintdolche?

Kupferbarren
Kupferbarren aus Zypern hat man im gesamten östlichen Mittelmeergebiet gefunden: Sie lagen in den Lagerräumen kretischer Paläste, in Schiffswracks vor der kleinasiatischen Küste und wurden sogar auf ägyptischen Wandgemälden dargestellt.
Fragen:
1. Wie, womit und in welchem Verhältnis muss Kupfer legiert werden, um die begehrte Bronze zu erhalten?
2. Woran erinnert die Form eines kyprischen Kupferbarrens und was könnte dies bedeuten?

Aunjetitzer Tasse
Tassen mit tief ansetzendem, bandförmigem Henkel und markant einziehendem Gefäßprofil wurden zuerst in Unetice in Tschechien ausgegraben. Sie sind Leitformen der frühbronzezeitlichen so genannten Aunjetitzer Kultur in Ostmitteleuropa.
Fragen:
1. Wie wurde die Aunjetitzer Tasse hergestellt und wie bekam sie ihr scharfes Gefäßprofil?
2. Wo werden archäologische Funde gemacht? Nenne drei archäologische Fundgattungen!

Schwert
Erst die Fähigkeit, die Bronze längere Zeit flüssig zu halten, um längere Gussformen ausfüllen zu können, machte es möglich, Schwerter herzustellen. Es gab verschiedene Schwertformen mit unterschiedlicher Griffgestaltung und Verzierung.
Fragen:
1. Eine vollständige Waffenausstattung aus Gräbern der älteren Bronzezeit besteht aus drei, höchstens vier verschiedenen Waffen. Zähle mindestens drei bronzezeitliche Waffenformen auf!
2. Was macht den Besitz von Schwertern zu einem immensen waffentechnologischen Vorteil?

Lurenbläser
Skandinavische Felszeichnungen der Bronzezeit wurden auf felsigem Untergrund an exponierten Stellen in der Landschaft oder an der Küste angebracht. Sie zeigen geschwungene Boote mit Vogelsteven und vielen Ruderern, nackte Füße und Hände, Radkreuze, Schwertkämpfer und Lurenbläser.
Fragen:
1. Was führen uns die bronzezeitlichen Felsbilder direkt vor Augen?
2. Wo befinden sich die südlichsten der skandinavischen Felszeichnungen?

Die Rote Kordel
Halt! Den ersten Teil der wissenschaftlichen Arbeit eines Museumsmitarbeiters hast du nun hinter dir. Du warst gut, aber wirst du dich auch im Labyrinth der Eitelkeiten bewähren? An der Roten Kordel darfst du erst vorbeigehen, wenn du eine Sechs würfelst. Sage aber anschließend nicht, dass dich keiner gewarnt hätte.

S
Willkommen auf dem Dienstweg! Du hast davon gehört und willst diese tränendurchseuchte Spur der hundert verlorenen Ideen so schnell wie möglich verlassen. Du setzt dich erst einmal in die Cafeteria. Dort bestellst du einen Milchkaffee und denkst darüber nach, was du hier eigentlich machst.

T
Jetzt beginnt deine Odyssee durch die Instanzen des Museums! Du willst im Magazin ein bestimmtes Artefakt finden. Allerdings weißt du die siebenstellige Inventarnummer nicht auswendig. Dir bleibt nichts anderes übrig, als ziel- und hoffnungslos durch die Regaljoche zu irren und zu suchen. Einmal aussetzen, du wirst die Zeit brauchen.

W
wie Warten - das gehört auf dem Dienstweg zu den Haupt-tugenden. Vor Langeweile erstarrst du zu einem Stein. Los, sei einer! Wenn du dich eine Minute lang nicht bewegst, darfst du eine Raute vorrücken. Wenn nicht, verharrst du eine weitere Runde in der Wartestellung.

E
Um dein Vorhaben auf dem Dienstweg zu beschleunigen, willst du beim Direktor vorsprechen. Der hat jedoch Urlaub, und die Sekretärin verweist dich an den Museumspädagogen. Genau das wolltest du verhindern. Da gehst du doch lieber in die Cafeteria und trinkst einen Kaffee.

G
Du platzt ohne Voranmeldung beim Oberkustos herein! Der hat gerade die Füße auf den Schreibtisch gelegt und macht Mittagspause. Doch anstatt dich hinauszuwerfen, rafft er sich auf, opfert seine Mittagspause und unterstützt dein Anliegen, am Unterkustos vorbei zu manövrieren. Rücke also neun Felder vor.

Fotograf
Heute kann der Fotograf deinen Fotoauftrag nicht bearbeiten! Unter Umgehung des Dienstweges hat sich der Direktor vorgedrängt, um endlich einmal wieder Portraitfotos von sich anfertigen zu lassen. Das nimmt geraume Zeit in Anspruch. Du begibst dich nach W wie Warteschleife.

Unterkustos
Du erscheinst frühmorgens zu deinem seit drei Wochen festgelegten Termin beim Unterkustos. Er empfängt dich mit den Worten „Ich glaube nicht, dass ich heute in der Lage bin...“ und schickt dich erst einmal auf den Dienstweg zurück! Gehe nach T.

Cafeteria
Die Cafeteria des Museums ist inoffizielles Terrain. Hier werden Verabredungen getroffen, Konzepte besprochen, Komplotte geschmiedet und Unmengen an Kaffee getrunken. Du darfst solange bleiben, bis du eine Eins oder Sechs würfelst.

Direktor
Der Direktor hat Geburtstag! Zur Feier des Tages hast du dir etwas Besonderes ausgedacht: Du willst ihn mit einem original bayerischen Volkstanz überraschen. Führe mit deinem Mitspieler zur Linken den Watschen-Tanz vor.

Museumspädagoge
Beim Museumspädagogen entdeckst du hinter Zigarettenrauchschwaden schemenhaft dein vor acht Wochen eingereichtes Veranstaltungskonzept eingeklemmt hinter der Heizung! Hier der Lohn für deine Mühe: Zweimal aussetzen.

Oberkustos
Im Büro des Oberkustos befindest du dich an einem der seltenen Orte im Museum, an dem fachliche Kompetenz gefragt ist! Lasse den Dienstweg hinter dir, rücke 13 Felder vor und begib dich wieder in den Ausstellungsbereich, wo du dein Fachwissen anwenden kannst.

Restaurator
Der Restaurator ist ein Star unter seinesgleichen - und ein Star hat Allüren! Wenn du weiblich, gut aussehend und unter 25 Jahre alt bist, hast du alle Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit. Wenn nicht, setze dich besser gleich in die Cafeteria.

D
Aufgebrachte Museumsbesucher erwischen dich und zerren dich am Arm zu einer besonders schlecht konzipierten Vitrine in der Ausstellung. Sie bemängeln die konservative Präsentation und das Fehlen jeglicher museologischer und museumspädagogischer Aspekte. Unter Schmähungen wirst du zum Büro des Museumspädagogen geschleift.

I
Du hast einen großen Frevel begangen! Du hast es gewagt, dein Fahrrad vor dem Souterrain-Fenster des Büros vom Restaurator abzustellen. Sofort wirst du in sein Büro zitiert, und du begibst dich dorthin. Hier zeigt dir der Restaurator seinen Affentanz. Einmal aussetzen, um die Show zu genießen.

E
Heute ist dein Glückstag: Erst zwei Monate nach Einreichen der Rechnung erhältst du schon das bescheidene Honorar für deine rastlose Tätigkeit im Museum! Du lässt alles stehen und liegen und verlässt den Dienstweg. Drei Felder vorrücken.

N
Du hast aus Zeitmangel gewagt, den langwierigen Dienstweg zu umgehen! Das hast du nun davon: Beginne auf dem Dienstweg bei S von vorn.

Stabdolch
Stabdolche bestehen aus einer dreieckigen Dolchklinge, die mittels einer Bronzetülle an einem Holzschaft angenietet wurde. Sie wurden als Schatzfund niedergelegt und waren vielleicht Geschenke an die Götter. Stabdolche sind auch auf großen Bildsteinen als Piktogramme abgebildet.
Fragen:
1. Warum opferte man den Göttern?
2. Nenne zwei Gründe, warum eine Dolchklinge an einem Holzschaft befestigt werden sollte!

Terrine mit Buckelverzierung
Buckelverzierte Terrinen mit geschweiftem Hals und waage-rechtem Rand sind Leitformen der so genannten Lausitzer Kultur in Ostmitteleuropa. Sie wurden vor allem in Gräbern als Bestandteil eines Gefäßsatzes zusammen mit zahlreichen anderen Keramikgefäßen gefunden.
Fragen:
1. Was könnte die Funktion dieses Gefäßes in einem Grab der mittleren Bronzezeit gewesen sein?
2. Wodurch sind Bodenfunde akut gefährdet?

Kahnfibel
Kahnfibeln gehören zu den einteiligen Gewandschließen aus dem Süden. Der Bügel ist kahnartig über zwei Randzipfel ausgespannt und gibt diesem Fibeltyp seinen Namen.
Fragen:
1. Aus welchem Material bestehen die Fibeln der älteren Eisenzeit?
2. Was sind die charakteristischen Verzierungsmerkmale der keltischen Latènekultur?

STOP 1
Du traust deinen Augen nicht: In dieser Vitrine geht es höchst lebendig zu. Und bald entdeckst du die Ursache kleine schwarze Käfer. Du gehst sofort zum Direktor und meldest Insektenbefall. Nun wird erst einmal ein Untersuchungsausschuss gebildet. Das kann dauern: Einmal aussetzen.

Holzfigur
Zwei Holzfiguren aus der vorrömischen Eisenzeit wurden in einem Moor bei Neuenhuntdorf in Niedersachsen gefunden. Sie flankierten einen Bohlenweg und waren gleichzeitig Wegweiser und Schutzgötter. Die männliche Figur hat einen rechteckigen, gezackten Körper.
Fragen:
1. Beschreibe oder zeichne den Umriss der weiblichen Götterfigur!
2. Nenne die beherrschende Kulturerscheinung der vorrömischen Eisenzeit in Mitteleuropa!

Gesichtsurne
Die Gesichtsurnenkultur ist durch die besondere Verzierung der Leichenbrandgefäße mit weiblichen und männlichen Gesichtern gekennzeichnet. Sie war im 6. Jh. v. Chr. in ganz Nordosteuropa verbreitet.
Fragen:
1. Wer könnte auf diesem Leichenbrandgefäß dargestellt sein?
2. Wie werden weibliche und männliche Gesichtsurnen unterschieden?

Rippenschale
Römische Glasgefäße waren kostspielige Luxusobjekte. Im rechtsrheinischen Germanien wurden sie zusammen mit silbernen Trinkschalen und anderen wertvollen Grabbeigaben in germanischen Fürstengräbern gefunden.
Fragen:
1. Warum heißen solche Schalen Rippenschalen und wie wurden sie hergestellt?
2. Wie gelangten germanische Fürsten in den Besitz römischer Glasgefäße?

Goldblattkreuz
Goldblattkreuze wurden aus hauchdünner Goldfolie ausge-schnitten und auf dem weißen Leichentuch aufgenäht oder auf die Stirn des Toten gelegt. Sie gehören zum Totenkult der Langobarden.
Fragen:
1. Was sagt ein Goldblattkreuz als Grabbeigabe über den Bestatteten aus?
2. Wo waren die Langobarden vor der Völkerwanderung ansässig und wo ließen sie sich schließlich nieder?

Fünfknopffibel
Merowingerzeitliche Bügelfibeln bestehen aus einer rauten-förmigen Fußplatte, einem breiten Bügel und einer halbrunden oder rechteckigen Kopfplatte mit den namengebenden fünf vollplastischen Knöpfen. Sie sind reich mit Edelsteineinlagen und verschlungenen Tierfiguren verziert.
Fragen:
1. Waren solche Fünfknopffibeln Grabbeigaben in Frauen- oder in Männergräbern?
2. Beschreibe ein merowingerzeitliches Kleidungsensemble, in dem eine oder zwei Fünfknopffibeln vorkommen!

Runenstein
In ganz Skandinavien, vereinzelt auch in England und Norddeutschland, sind heute noch große Felssteine als Landmarken und Grundstücksgrenzen zu finden. Die meisten, so genannte Bautasteine, sind unverziert. Einige jedoch tragen eine Inschrift aus Runenzeichen oder sind sogar mit Bildern geschmückt.
Fragen:
1. Warum wurden Runensteine aufgestellt?
2. Was bedeuten Bilder und Inschriften auf Runensteinen für die Wikingerforschung?

STOP 2
Jetzt ist es passiert! Du hast deine Gruppe bildungswütiger Senioren irgendwo zwischen älterer und jüngerer Bronzezeit verloren. Gehe zu einem Exponat zurück, das genau in die mittlere Bronzezeit datiert, und suche sie dort.

Respekt! Du hast den Ausgang des Museums erreicht. Vor Freude darüber hast du die Mühsal des Rundganges schon fast wieder vergessen und nur das Gute bleibt in Erinnerung. Das Gute an einem Museum ist das Sammeln und Bewahren, die wissenschaftliche Forschung und die Zugänglichkeit für die Allgemeinheit. Und natürlich die ungeheure Faszination der Originalfunde in den Vitrinen. Dies sollte Motivation genug sein, das Spiel um Wissenschaft und Dienstweg trotz aller Unbill immer wieder mitzuspielen.

Spielplan
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